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Seehaus – Jugendstrafvollzug in freier FormSeehaus-wahrhaftleben_200_81
Ein stationäres Programm für jugendliche Straftäter als eine Alternative zum Gefängnis

Ausgangspunkt
Kriminalität ist ein Problem der gesamten Gesellschaft. Inhaftierungen sind in vielen Fällen notwendig. Eine hohe Rückfallquote nach Absolvierung einer Haftstrafe zeigt, dass insbesondere für jugendliche Straftäter neue Konzepte und Formen des Strafvollzugs notwendig sind. Hierbei müssen die Bedürfnisse aller beteiligten Gruppen einbezogen werden – die der Opfer, der Gesellschaft, der Täter und deren Familien.

Ziele
In Deutschland ist es möglich, dass jugendliche Täter ihre Haftstrafe in einer Einrichtung freier Form verbüßen. Männliche Straftäter im Alter von 14 bis 21 Jahren, die zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt wurden, können am Programm teilnehmen. Aus dem Gefängnis heraus bewerben sie sich, die Anstaltsleitung entscheidet in Kooperation mit dem Seehaus über die Aufnahme ins Programm. Die durchschnittliche Teilnahmedauer beträgt 12 bis 18 Monate.
Ziel des Programms ist es, dass die Jugendlichen lernen, sich als gesetzestreue Bürger in die Gesellschaft einzugliedern und Verantwortung zu übernehmen:
• für ihre Vergangenheit
• für die Gegenwart
• für die Zukunft
• vor Gott und den Menschen

Das Programm
Die jungen Straftäter werden von älteren getrennt, um sie vor negativen Einflüssen zu schützen. Sie sind in einem alten Hof, dem „Seehaus“ untergebracht. In Gruppen von 5-7 Teilnehmern leben sie mit einer Familie oder Hauseltern zusammen. Durch positive Gruppenkultur lernen sie Verantwortung für sich, für andere und für das Programm zu übernehmen.

Wiedergutmachung: In Seminaren und Gruppengesprächen werden die Jugendlichen mit der Opferperspektive konfrontiert und aufgefordert, einen Täter-Opfer-Ausgleich durchzuführen. Durch gemeinnützige Arbeit leisten sie einen symbolischen Ausgleich der Gesellschaft gegenüber.
• In einem durchstrukturierten Tagesablauf werden die Jugendlichen konsequent gefordert. Sie müssen Leistung erbringen.
Schule: In der Seehaus-Schule bereiten sich die Jugendlichen auf den Hauptschulabschluss vor.
Ausbildung: Sie besuchen hausintern ein Berufsvorbereitungsjahr (Bau und Holz) oder absolvieren das 1. Lehrjahr in den Bauberufen. Sie renovieren die Seehaus-Gebäude, arbeiten auf verschiedenen internen und externen Baustellen und bereiten sich auf eine Berufsausbildung außerhalb vor.
Sport: Durch Sport kann das Selbstwertgefühl gesteigert werden, die Jugendlichen erhalten Anerkennung innerhalb der Gemeinschaft und sie lernen Teamgeist.
Freizeitaktivitäten: Die Teilnehmer lernen, ihre Freizeit straffrei und sinnvoll zu verbringen
Vermittlung von Werten und Tugenden: Eine Veränderung des lebensstils wird am besten über den Wechsel von Werten und Normen erreicht. Im Seehaus Leonberg vermitteln die Mitarbeiter christliche Normen und Werte und leben diese vor. Die Teilnehmer können sie erleben, einüben und in der Gemeindearbeit vertiefen-
• Integration in die Gesellschaft wird erreicht durch die Zusammenarbeit mit Kirchen, Jugendgruppen, Sportvereinen, Nichtregierungsorganisationen und der lokalen Wirtschaft.
• Ehrenamtliche spielen eine große Rolle im Leben der Teilnehmer, die Freizeitaktivitäten, Patenschaften, Arbeitsgruppen etc. anbieten.

Seehaus e.V. ist Mitglied bei Prison Fellowship International (PFI), einer weltweiten Vereinigung von 125 nationalen Mitgliedsorganisationen. Mit mehr als 50.000 Ehrenamtlichen arbeitet Prison Fellowship für das spirituelle, moralische, soziale und körperliche Wohlergehen von ehemaligen Strafgefangenen, deren Familien sowie Opfern. Die nationalen Organisationen sind eigenständig, ehrenamtsbasiert und überkonfessionell. PFI hat einen ofiziellen Beratungsstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen und ist teil der UN-Allianz von Nichtregierungsorganisationen für Kriminalprävention und Strafjustiz.

Das Blaue Kreuz in Deutschland e.V.Blue Cross Germany Logo

Das Blaue Kreuz in Deutschland e.V. ist eine Hilfsorganisation für Suchtkranke sowie deren Angehörige. An über 400 Standorten, in über 1.100 Gruppen und Ortsvereinen engagieren sich ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende vor allem für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen. Das geschieht auf der Grundlage unseres christlichen Menschenbildes, damit Menschen ihr Ziel erreichen: befreit leben lernen.

Das Blaue Kreuz ist eine Gemeinschaft, deren Mitglieder sich zu einer alkoholfreien Lebensweise bekennen. Es legt Wert auf die Zusammenarbeit mit Seelsorgern, Ärzten, Richtern, Bewährungshelfern, Psychologen, Sozialarbeitern, Beratungsstellen, Heimen, Justizvollzugsanstalten, Fachkliniken, Verbänden und Behörden, die sich mit der Beratung und Behandlung Suchtkranker und deren Angehörigen befassen.
Das Blaue Kreuz als christlicher Suchtverband fungiert innerhalb des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als Fachverband und ist unter anderem Mitglied des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes sowie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

Selbsthilfegruppen
Die zentrale Arbeit im Blauen Kreuz geschieht deutschlandweit in den circa 1.100 Begegnungsgruppen, in denen sich Betroffene und Angehörige austauschen können. Hier beginnt die Hilfe für Menschen, die noch keinen Kontakt zu professionellen Einrichtungen oder die eine Therapie bereits abgeschlossen haben.

Straffälligenhilfe
Seit 1990 wird in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Brandenburg/H. und auch in der JVA Luckau-Duben vom Blauen Kreuz Hilfe für Strafgefangene mit einer Suchtproblematik angeboten. Zunächst bestand dieses Angebot aus wöchentlichen Gruppenstunden, zu denen zwei ehrenamtliche Mitarbeiter das Gefängnis aufsuchten und dort mit den Betroffenen begannen, ihre Suchtvergangenheit Schritt für Schritt aufzuarbeiten. Dieses Angebot fand großen Anklang und konnte 1994, zu einer Wohngruppe (WG) der JVA Brandenburg/H. erweitert werden.
Die Verantwortung der Strafvollzugsanstalt, in der das Angebot durchgeführt wird, liegt ausschließlich in der Einhaltung der Ordnung und Sicherheit. Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern des Blauen Kreuzes und den Vollzugsbediensteten ist dabei unerlässlich. Die WGen „Suchtfrei Leben“, wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern in der JVA Brandenburg/H. bis zu 4 x wöchentlich und seit 2006 in der JVA Luckau-Duben bis zu 3 x wöchentlich aufgesucht , um mit den Gefangenen an deren Suchtproblematik wie auch deren Persönlichkeitsbildung zu arbeiten. Hauptaufgabe ist eine zufriedene Abstinenz, bei einem straffreien Leben. Durch gezielte Einzel- und Gruppengespräche wollen wir eine Veränderung in der Lebenshaltung und die Möglichkeit zu einer adäquaten Konfliktbewältigung erreichen.

Die Wohngruppe unterliegt der Ordnung der jeweiligen JVA und hat eine spezielle Wohngruppenordnung. Die Wohngruppenordnung ist Bestandteil der Konzeption und so gestaltet, dass sie den Charakter einer Vereinbarung zwischen der Gruppe und dem Einzelnen, des Einzelnen mit der Gruppe, sowie des Einzelnen mit der JVA trägt. Die Wohngruppenordnung berücksichtigt auf der Grundlage der Hausordnung der JVAen Brandenburg/H. und Luckau-Duben, alle Möglichkeiten zur Alltagsgestaltung. Hierbei sind die Schwerpunkte durch die Problematiken bei Abhängigen gegeben. Die Wohngruppenordnungen werden permanent überprüft und an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst.

Hauptaufgaben:
• Lebenshilfe im Vollzug
• Entwicklung zur Gruppenfähigkeit
• Bewusstmachen süchtigen Verhaltens
• Erlernen eines suchtmittelfreien Lebensstils
• Persönlichkeitsbildung und –entwicklung
• Hilfe zur Selbsthilfe
• Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Kritikfähigkeit
• Langfristige Entlassungsvorbereitung und weiterführende Hilfe durch Kontaktaufnahme zu externen Gruppen oder therapeutischen Einrichtungen
• Hilfe und Unterstützung bei der Herstellung oder/und Aufrechterhaltung sozialer Kontakte

Die WG „Suchtfrei Leben“ ist ein niedrigschwelliges Behandlungsangebot, im sozialen Sinne. Es erfolgt also keine Prüfung der Gruppentauglichkeit, weil jeder Gefangene die Möglichkeit zur Entwicklung haben soll. Eine Prüfung erfolgt jedoch hinsichtlich seiner Motivation im Sinne der freiwilligen Bereitschaft, in der Gruppe an der eigenen Entwicklung zu arbeiten. Aufgabe der Wohngruppe ist es, wie zuvor beschrieben, eine zufriedene und dauerhafte Abstinenz zu erreichen. Die WG hat den Charakter einer Selbsthilfegruppe.

Suchtberatungsstellen
Blaukreuz-Beratungsstellen bieten Suchtkranken und Angehörigen qualifizierte und konkrete Hilfe an. Gemeinsam wird mit ihnen individuell ein Weg aus der Sucht gesucht und besprochen. Hierbei spielt die gesundheitliche und familiäre Situation der Betroffenen sowie ihr soziales Umfeld eine entscheidende Rolle. Die Arbeit der Beratungsstellen hat folgende Schwerpunkte:
• Einzel- und Gruppengespräche
• Erstellung eines Behandlungsplans
• Einleitung und Behandlung in ambulanten oder stationären Therapien
• Ambulante Therapien (nicht alle Blaukreuz-Beratungsstellen bieten sie an)
• Nachsorge
• Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und anderen Trägern der Suchtkrankenhilfe vor Ort
• Allgemeine Information für die Öffentlichkeit über Suchtprävention, Suchtmittelmissbrauch und Hilfsmöglichkeiten

Weiterbildung und Seminare
Das Blaue Kreuz bietet zu unterschiedlichen Themen lebensnahe und praxisbezogene Seminare und Weiterbildungen an, zum Beispiel:
• Grundausbildung für die ehrenamtliche Mitarbeit in der Suchtkrankenhilfe
• Seminare für Angehörige von Suchtkranken
• Seminare zu Glaubens- und Lebensfragen
• Seminare für Familien, Ehepaare, Frauen
• Gruppenleiterseminare
• Seminare zu ausgewählten speziellen Themen
Die Seminarinhalte werden durch Impulsreferate, Gruppengespräche, Rollenspiele und kreative Elemente vermittelt.

 

Prison Fellowship Hungarylogo_mtb_eng
Prison Fellowship (PF) Hungary wurde am 02.11.1992 auf die Initiative von Herrn Gábor Roszik in Anwesenheit der damaligen Kandidaten und ehrenamtlich in Gefängnissen tätigen Missionaren im Parlamentsgebäude gegründet. Im September 1993 erhielt man die Mitgliedsberechtigung von Prison Fellowship International. PF Hungary ist eine unabhängige, überkonfessionelle NGO, die in ganz Ungarn bekannt ist und mit der Ungarischen Justizvollzugsverwaltung zusammenarbeitet.

Aktivitäten und Zielgruppe
Die Aktivitäten zielen auf alle Personen ab, die in irgendeiner Weise von einer Straftat betroffen oder mit ihr in Berührung gekommen sind:

  •  Verurteilte Straftäter auf Bewährung, Haft und nach ihrer Entlassung
  • Angehörige solcher Straftäter, insbesondere Kinder von Strafgefangenen
  • Opfer von Straftaten und deren Familien
  • Organisationen und deren Mitglieder, die einen direkten Bezug zu Strafgefangenen haben: Justizvollzugsbedienstete, Justiz, Polizei
  • Glaubensgemeinschaften, Kirchen, Ordensgemeinschaften und die Gesellschaft

Ergebnisse

  • Einzigartige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit und Beziehung zu den Strafvollzugsanstalten Ungarns
  • Positive Veränderungen geistlicher Aspekte im Strafvollzug
  • Netzwerk freiwilliger Missionare: über 300 Mitglieder in 30 Gefängnissen im gesamten Staatsgebiet
  • Zweimal jährlich Konferenzen und Trainings mit ca. 80 Teilnehmern
  • Laufende Programme: Sommercamps für Kinder von Strafgefangenen, Sycamore Tree Project, APAC program, Joseph-program, Angel Tree program, Bibelwettbewerb für Strafgefangene in ganz Ungarn, Gebetswoche
  • Gründung einer Gefängnispriesterschaft mit entsprechender Kooperation
  • Publikationen und Verbreitung religiöser Literatur in Gefängnissen

 

Prison Fellowship BulgarienPF Bulgaria Logo

Wer sind wir?
Prison Fellowship Bulgarien (PF Bulgarien) ist eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, deren Aktivitäten sich auf gesamt Bulgarien erstrecken. Die Gründung erfolgte im Jahr 20194 von orthodoxen Priestern und öffentlichen Persönlichkeiten aus dem Kirchenbezirk Sofia. Von Beginn an war PF Bulgarien vollwertiges Mitglied von Prison Fellowship International (PFI). PF Bulgarien hat es sich zur Aufgabe gemacht, für alle, die in Straftaten verwickelt oder von ihnen betroffen sind, Bedingungen zu schaffen, die eine Überwindung der ursächlichen Umstände ermöglichen. Umfasst wird dabei auch die Friedensbildung innerhalb der Gesellschaft durch Heilungs- und Versöhnungsprozesse zwischen Tätern und Opfern von Straftaten. PF Bulgaria unterhält Büros in Sofia, Vratsa und Stara Zagora.

Erfolgreiche Kampagnen und Modelle
Präventionsprogramm gegen Jugendkriminalität
• PF Bulgarien ist anerkannter Sozialhilfeträger für gefährdete und straffällige Kinder und Jugendliche und deren Familien. Das Hilfemodell basiert vollständig auf den Prinzipien und Werten von Restorative Justice. Zielgruppe sind jugendliche Straftäter mit Bewährungsstrafen und deren Familien. Das Programm trägt zur Verringerung der Rückfallkriminalität bei einer Haftstrafe bei, es hilft den Straftätern dabei, ihre Einstellung zu verändern und letztendlich die Zahl der Opfer von Straftaten zu reduzieren.
• PF Bulgarien hat in den Justizvollzugsanstalten Sofia (2003-2005) und Vratsa (2006-2012) das Projekt „Adaptation Environment“ durchgeführt. Hierbei werden Restorative Justice-Methoden im Gefängniskontext angewandt. Mehr als 200 Häftlinge nahmen daran teil und erhielten Schulungen in:
– Grundlagen der Computernutzung (Xpert)
– Sprache und Mathematik
– Landschaftsbau (Theorie und Praxis)
– verschiedenen Baubereichen
– Angehörigenarbeit durch die Besucherzentren der Vollzugsanstalten Sofia und Vratsa.

Viele der Kurse werden nun von der Justizverwaltung in weiteren Gefängnissen durchgeführt. Unterstützung für die Angehörigen von Häftlingen zur Verhinderung ihrer Stigmatisierung und Ausgrenzung.

• Besucherzentren in den Justizvollzugsanstalten Sofia und Vratsa. Die Ehrenamtlichen in arbeiten dort mit über 2000 Besuchern und 700 Kindern jährlich zusammen.
• Die Kampagne “Angel tree” ® unterstützt Häftlinge in ihren Familienbeziehungen, indem sie sie dabei unterstützt, ihren Kindern ein Weihnachtsgeschenk zukommen zu lassen. Seit 1999 haben über 100.000 Kinder mithilfe dieser Kampagne Geschenke erhalten.

Schaffung sog. aktiver Gemeinden zur Kriminalprävention
PF Bulgarien ist Vorsitzender des Bürgernetzwerks „Aktive Gemeinde Vratsa“, die mit dem Ziel gegründet wurde, eine „restoration community“ und Möglichkeiten der Versöhnung für alle an Straftaten Beteiligten sowie Gerechtigkeit herzustellen. Das Netzwerk ist im Kommunalbezik Vratsas tätig.

Sonstiges
• EU-Projekt „Languages Behind Bars“: Im Rahmen dieses Projektes werden Sprachschulungen für ausländische Häftlinge und für Justizvollzugsbedienstete angeboten. Hierdurch soll eine bessere und effektivere Kommunikation erreicht sowie unnötiger, zusätzlicher psychologischer und emotionaler Stress vermieden werden. Somit wird die Arbeit der Justizvollzugbediensteten erleichtert und eine wirksamere Rehabilitierung ermöglicht.

Integration for SocietyIFS Logo

Organisationszweck
Integration for Society ist auf folgenden Gebieten tätig:
• Verringerung der Kriminalität, insbesondere der Rückfallkriminalität in Lettland und anderen ost- und mitteleuropäischen Ländern
• Demokratisierung des Strafsystems
• Resozialisierung und Integration ehemaliger Straffälliger in die Gesellschaft sowie dere Behandlung von Drogen- und Alkoholabhängigkeit
• Verhinderung überregionaler Kriminalität nach Westeuropa
• Praktische Umsetzung der UN-Empfehlungen für Restorative Justice durch den Aufbau von sozialen Rehabilitationszentren für ehemalige Straffällige und Opferhilfezentren

Lösungsvorschlag
Integration for Society bemüht sich um eine umfassende Lösung.
1) Seit Mai 1999 gibt es in Riga d ie Nachsorgeeinrichtung Social Rehabilitation Center, die ehemaligen Straffälligen folgendes anbietet:
-Wohnmöglichkeit für ein Jahr
-Arbeit in einer Fabrik oder in der Landwirtschaft
– Eine spezielle psychologische Unterstützung hilft dabei, besser mit Stress umzugehen und das Selbstwertgefühl zu verbessern
-Programm für Drogen- und Alkoholabhängige
– christliche Normen und Werte lernen und leben; dadurch wird gelernt, mit Gewalt- und Rachegedanken umzugehen
2) Nach einem Jahr in der Nachsorgeeinrichtung sind die ehemaligen Straffälligen weniger verzweifelt, stabiler, mit geänderter Lebenseinstellung. Sie haben gelernt, friedlich inmitten der Gesellschaft zu leben. Während des Rehabilitationsprozesses erhalten sie Unterstützung durch die Mitarbeiter der Einrichtung hinsichtlich Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche, Behördengänge und der Wiederherstellung familiärer Beziehungen.
3) Seit 2003 setzt sich die Organisation in Riga für die Einrichtung eines Opferhilfezentrums ein, das auch rechtliche Beratung anbieten soll

Integration for Society setzt ein umfassendes Resozialisierungsprogramm um, mit dem u.a. ehemalige Straffällige in das wirtschaftliche, soziale, kulturelle und geistige Leben in der Gesellschaft wiedereingegliedert werden. Menschen, die ihr Leben verändern und an sich arbeiten möchten, erhalten die unterstützung von qualifiziertem personal und so wird es ihnen möglich sein, ihre Denkmuster zu verändern und neue Beziehungen aufzubauen. Langfristig ermöglicht es ihnen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

Universität Cambridge – Kriminologisches InstitutReversed colour RGB_DM  UCAM

Die Universität von Cambridge ist eine der ältesten Universitäten und führenden akademischen Einrichtungen der Welt. Sie genießt weltweit Ansehen für herausragende akademische Errungenschaften, welche die erstklassige Forschungsarbeit der Universitätsmitarbeitenden widerspiegelt.

Forschungsschwerpunkte in Kriminologie
Das Institut ist sehr forschungsaktiv. Ihm gehören fünf Forschungszentren an:
– Prisons Research Centre
– the Peterborough Adolescent and Young Adult Development Study
– Centre for Penal Theory and Penal Ethics
– Violence Research Centre
– Centre for Community, Gender and Social Justice.
Neben den Forschungszentren und Projekten haben alle Lehrenden ihre eigenen Spezialisierungen und Forschungsinteressen. Forschungsthemen der Mitarbeitenden umfassen die Entwicklung krimineller Lebensläufe, Verurteilungen, psychisch gestörte Straftäter, psychologische Folgen von unrechtmäßiger Inhaftierung, Rassen- und Genderaspekte in der Strafjustiz, Reintegration von ehemaligen Strafgefangenen, Jugendgerichtsbarkeit, Selbsttötungen in Gefängnissen, Sexualstraftäter, rechtliche Entscheidungsfindung, die Wirkungen von sozialen und städtischen Veränderungen auf die Kriminalität sowie Bevormundung im Strafrecht.

Experimentelle Kriminologie
Bei experimenteller Kriminologie handelt es sich um wissenschaftliche Erkenntnisse über Kriminalität und Justiz, die aus der zufälligen Verteilung unterschiedlicher Bedingungen in großangelegten Feldtests hervorgehen. Es ist die bevorzugte Methode, um durchschnittliche Wirkungen einer Variablen auf eine andere einzuschätzen, während alle übrigen konstant bleiben. Obwohl diese experimentelle Methode nicht darauf abzielt, alle kriminologischen Fragen zu beantworten, kann sie doch weitaus häufiger angewendet werden, als die meisten Kriminologen annehmen. Vielversprechend ist hier die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Strafjustizbehörden.
Experimentelle Kriminologie wird am besten bei der Entwicklung und dem Testen von theoretisch kohärenten Ideen zur Schadensbegrenzung bei Verbrechen eingesetzt, was besser ist, als lediglich bestehende oder neue Programme zu bewerten. Umgekehrt kann das Ausprobieren von Schlüsselideen helfen, Theorien mit den wichtigen experimentellen Beweisen zu untermauern. Richtig angewandt leisten zufällig angeordnete Feldexperimente ideale Tests für Theorien sowohl zur Verhütung als auch zur Verursachung von Kriminalität.
Die vielen Vorteile der experimentellen Methoden erklären, warum dieser Bereich der Kriminologie rasch wächst. Erst seit dem Jahr 2005 gibt es hierzu die erste Fachzeitschrift (Journal of Experimental Criminology), die erste eigene Abteilung für Experimentelle Krimonologie innerhalb der American Society of Criminology sowie die erste Universitätseinrichtung, die sich ausschließlich diesem Feld widmet, dem Jerry Lee Centre for Experimental Criminology an der Universität von.

 

die Berater®die Berater Logo

die Berater® ist eines von Österreichs führenden Consultingunternehmen für Aus- und Weiterbildung und arbeitet eng mit dem Österreichischem Arbeitsmarktservice sowie weiteren öffentlichen und privaten Institutionen zusammen. Expertise und Tätigkeitsbereich des Unternehmens erweitern sich laufend insbesondere aufgrund der Teilnahme an transnationalen Projekten im Rahmen von EU-Förderprogrammen.Die europäische Projektarbeit von die Berater® und seinen Partnerorganisationen ist unter dem Programm „Bridges for Europe“ (www.bridgestoeurope.com) zusammengefasst, das aktuell einen Schwerpunkt auf Strafjustiz und Gefängniswesen legt. In diesem Zusammenhang koordiniert das Unternehmen beispielsweise das Lifelong Learning-Projekt „Languages Behind Bars“ (www.lbb-project.eu), welches sich mit effektiven Kommunikationsweisen zwischen Gefängnispersonal und ausländischen Häftlingen beschäftigt, und betreut die Evaluierung der Projekte CredAbility, PriMedia, Movable Barres und Prison Arts Network.

Gemäß der Unternehmensethik sollen Bildung und weitere Dienste in weniger beachtete Bereiche eingeführt werde, um auf diese Weise die (Re-) Integration sozial und wirtschaftlich benachteiligter Menschen in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt zu fördern. Mit seiner Erfahrung und seinem Know-How im Bereich europäischer Projekte möchte die Berater® andere Organisationen, staatliche und nicht-staatliche Institutionen, bei der Erreichung ihrer Ziele unterstützen und in enger Kooperation mit ca. 350 Partnerorganisationen in fast allen europäischen Ländern neue Wege für eine europäische Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen bereiten.